Bericht zur Spielwoche 16.-22.02.2026
Bericht zur Spielwoche 16.-22.02.2026
Montag, 23. Februar 2026 von Thomas Speck Bericht zur Spielwoche 16.-22.02.2026
Nur die 1. Frauenmannschaft und die 2. Männermannschaft gewinnen ihre Auswärtsspiele, die anderen Mannschaften verlieren ihre Auswärtsspiele
In der 13. Spielwoche mussten alle Mannschaften der SV Phönix Ettlingen-Karlsruhe auswärts antreten. Die 1. Frauenmannschaft und die 2. Männermannschaft konnten auswärts ihre Punkte holen, alle anderen Mannschaften bleiben auswärts leider sieglos. Somit spitzt sich die Lage für einige Mannschaften zu und sie spielen nun schon früh in der Rückrunde um den Klassenerhalt.
Samstag, 21.02.2026: SG Wolfach-Oberwolfach 1 - SV Phönix Ettlingen-Karlsruhe 1 - 6:2 MP - 12:12 SP - 3467:3412 Kegel
>> 13. Spielwoche: SV Phönix Ettlingen‑Karlsruhe 1 verliert trotz guter Ansätze mit 2:6 bei der SG Wolfach‑Oberwolfach 1 und übernimmt die rote Laterne in der Tabelle <<
Samstagnachmittag im Schwarzwald, 21. Februar 2026 – ein Spiel, das für den SV Phönix Ettlingen‑Karlsruhe so viel Hoffnung trug, so viel Kampfgeist zeigte, und am Ende doch mit der bitteren Erkenntnis endete: Die rote Laterne gehört nun ihnen. Die 13. Spielwoche der 2. Bundesliga Süd Männer brachte ein 2:6 aus Ettlinger Sicht – ein Ergebnis, das deutlicher wirkt, als es der Spielverlauf hergab. Denn Phönix war dran. Phönix war im Spiel. Phönix kämpfte. Aber Wolfach‑Oberwolfach war in den entscheidenden Momenten einfach einen Hauch abgezockter und souveräner.
Startpaar - ein emotionaler Schlagabtausch zum Auftakt
Die Gastgeber legten los wie die Feuerwehr. Florian Faißt spielte ruhig, kontrolliert, abgeklärt – und setzte sich mit 589:570 gegen Sebastian Hoppe durch. Hoppe kämpfte, biss sich rein, verlor zwei Bahnen hauchdünn und musste am Ende ein 1:3 hinnehmen, das härter aussieht, als es war.
Doch Phönix schlug zurück – und wie!
René Zesewitz, seit Wochen in Topform, zeigte erneut, warum er einer der stärksten Spieler der Liga ist. Mit 606 Kegeln drehte er das Duell gegen Florian Schmid (597) und holte mit 3:1 SP den ersten Punkt. Ein Moment, der die Bank jubeln ließ und das Gefühl zurückbrachte: Wir sind hier nicht chancenlos.
Ergebnisse:
Florian Faißt - Sebastian Hoppe: 1:0 MP, 3:1 SP, 583:570 Kegel
Florian Schmid - René Zesewitz: 0:1 MP, 1:3 SP, 597:606 Kegel
Zwischenstand Startpaar: 1:1 MP
Mittelpaar - zwei Duelle, die das Spiel kippen ließen
Im Mittelpaar wurde es emotional, nervenaufreibend – und am Ende bitter.
Patrik Grün fand nur phasenweise seinen Rhythmus. Björn Albrecht nutzte das eiskalt aus und gewann mit 552:528. Ein Duell, das Grün gerne deutlich enger gestaltet hätte.
Noch dramatischer wurde es bei Patrick Lösch. Er lieferte sich mit Sascha Moosmann ein Duell auf Augenhöhe. Jeder Wurf war ein Statement, jede Bahn ein Kräftemessen. Doch am Ende fehlten drei Kegel – 570:567. Ein Stich ins Herz, denn hier lag ein möglicher Wendepunkt.
Ergebnisse:
Björn Albrecht - Patrik Grün: 1:0 MP, 2:2 SP, 552:528 Kegel
Sascha Moosmann - Patrick Lösch: 1:0 MP, 2:2 SP, 570:567 Kegel
Zwischenstand Mittelpaar: 3:1 MP
Schlusspaar - Ockert überragend – Rein ohne Fortune
Dann kam Dieter Ockert. Und er kam mit Wucht und mit viel Kontrolle und Gefühl für die Bahn.
Mit 622 Kegeln dominierte er Marco Teller (576) nach Belieben, gewann 4:0 SP und brachte Phönix emotional zurück ins Spiel. Jeder Treffer ein Ausrufezeichen, jeder Wurf ein Signal: Wir geben nicht auf.
Doch während Ockert glänzte, erlebte David Rein einen gebrauchten Tag. Gegen Robin Francz (589) fand er nie in seinen Rhythmus, blieb mit 519 Kegeln deutlich unter seinen Möglichkeiten und musste den Punkt klar abgeben.
Damit war der 6:2‑Endstand besiegelt – ein Ergebnis, das wehtut, weil mehr drin gewesen wäre.
Ergebnisse:
Marco Teller- Dieter Ockert: 0:1 MP, 0:4 SP, 576:622 Kegel
Robin Francz - David Rein: 1:0 MP, 4:0 SP, 589:519 Kegel
Zwischenstand Schlusspaar: 4:2 MP
Fazit: viel Herz, viel Kampf, aber zu wenig Ertrag
Der SV Phönix Ettlingen‑Karlsruhe zeigte Leidenschaft, Moral und starke Einzelauftritte. Doch Wolfach‑Oberwolfach war in den entscheidenden Momenten stabiler und nutzte die kleinen Fehler der Nordbadener Gäste konsequent aus.
Herausragend:
- Dieter Ockert – 622 Kegel (überragend!)
- René Zesewitz – 606 Kegel (Topform bestätigt)
Beide hielten Phönix lange im Spiel. Doch am Ende steht die bittere Wahrheit: Phönix übernimmt die rote Laterne.
Und trotzdem:
Die Mannschaft lebt. Sie kämpft. Sie zeigt, dass sie mithalten kann. Und wer so auftritt, der wird auch wieder punkten.
Ergebnisse: Dieter Ockert 622, René Zesewitz 606, Sebastian Hoppe 570, Patrick Lösch 567, Patrik Grün 528, David Rein 519