Trauer um Ehrenmitglied Peter Speck

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Trauer um Ehrenmitglied Peter Speck

PS
Thomas Speck Sonntag, 18. Januar 2026 von Thomas Speck

Trauer um Ehrenmitglied Peter Speck

Tragende Säule des Vereins und verdienstvoller Sportkamerad gestorben

Der Ettlinger Keglerverein e.V. trauert um sein Ehrenmitglied Peter Speck, der am 15.01.2026 viel zu früh im Alter von 81 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben ist.

Peter Speck war 63 Jahre lang eine tragende Säule unseres Vereins. Sein unermüdlicher Einsatz hat den Verein maßgeblich geprägt. Viele Jahre sorgte er als Bahnwart für eine stets topgepflegte Bahnanlage. Als Clubvorstand der SG Ettlingen führte er seine Mannschaften durch Höhen und Tiefen. Darüber hinaus war er bei hunderten von Spielen als zuverlässiger Schiedsrichter für unsere Männer- und Frauenmannschaften im Einsatz und brachte diese stets sicher zu ihren Spielstätten.

Auch in den verschiedenen Kegelverbänden war er als anerkannter Bahnabnehmer und Schiedsrichter tätig.

Wir trauern um einen liebenswerten Menschen und einen verdienten Sportkameraden, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden.

Am 01.03.1962 trat Peter Speck mit 18 Jahren in den Ettlinger Keglerverein e.V. ein, der zu diesem Zeitpunkt gerade mal 10 Jahre bestand. Er trat dort dem Sportkegelklub "Alle Neune Ettlingen" bei, der 1953 gegründet wurde und bis zum Neubau des Ettlinger Keglervereins e.V. 1968 in der Ettlinger Huttenkreuzstraße zuerst im "Hotel Drei Mohren" und dann bis 1968 im nebenan liegenden "Alten Fritz" kegelte. Peter Speck arbeitete als Jugendlicher abends bei den Gesellschaftskeglern als Kegelbube, der die Kegel für die Gesellschaftskegler aufstellte und sich so in den Abendstunden 5 DM nebenher verdiente. Über diesen Job kam er dann zum Sportkegeln.

Der Ettlinger Keglerverein wuchs in den folgenden Jahren nach der Gründung im Jahr 1953 weiter und konnte viele Mitglieder gewinnen. Es kam dann aber schnell bei wachsenden Mitgliederzahlen der Wunsch auf, eigene Kegelbahnen zu haben, da die 2 bestehenden Kegelbahnen im "Alten Fritz" nicht mehr dem Anwuchs gerecht wurden. So wurden 1968 im heutigen Untergeschoss des Ettlinger Keglervereins in der Huttenkreuzstraße zwei Kegelbahnen gebaut, die schnell auf 6 Kegelbahnen erweitert wurden, weil der Zulauf an Keglern zu dieser Zeit gewaltig war.

Beim Sportkegelklub "Alle Neune" war Peter Speck dann nach seiner aktiven Fußballkarriere lange Jahre erfolgreicher Spieler in allen Mannschaften des Klubs. Da die Mitgliederzahlen des Vereins rasch auf über 500 Mitglieder wuchsen, wurde in den 80er-Jahren deutlich, dass die Kapazität im Untergeschoss mit den bestehenden 6 Kegelbahnen nicht mehr ausreichen würde und dass auch die Technik an ihre Grenzen zu stoßen drohte. Anlässlich der World Games 1989 bot sich die Chance, für den aufstrebenden Ettlinger Keglerverein e.V. auf dem bestehenden Untergeschoss eine Halle aufzubauen und dort 8 Kunststoff-Bahnen neuester Bauart zu bauen, um auch in den höchsten Ligen der nationalen Verbände spielen zu können. Ausgestattet mit einer 3 stufigen Tribüne finden in der Kegelhalle bis zu 300 Zuschauer Platz und haben an jedem Platz vollen Blick auf die Kegelbahnen. Zur Bauzeit galt die Anlage in Ettlingen als die modernste ihrer Art in Deutschland.

Mit den 8 Sportkegelbahnen im Obergeschoss des Ettlinger Keglervereins e.V, die nur dem Sportkegeln vorbehalten waren, konnte der Verein nun schnell sportlich erfolgreich weiter wachsen. Dank der hervorragenden Weitsicht von Peter Speck stellte sich auch beim Klub "Alle Neune" der sportliche Erfolg ein und man stieg immer weiter in den Ligen des badischen Keglerverbandes auf.

1991 fusionierten die beiden Klubs "Alle Neune" und "BKC Albtal Ettlingen" zur "SG Alle Neune / BKC Albtal Ettlingen" und so konnte der sportliche Aufstieg weitergehen, denn mit Dieter Ockert kam ein junger, erfolgreicher Spieler dazu, der den Klub bereicherte und so weiter sportlich voranbrachte.

Im Jahr 2008 führte Peter Speck Gespräche mit dem im Ettlinger Keglerverein e.V. beheimateten Sportkegelklub "KSG Ettlingen", der zu der Zeit schon in den höchsten Spielklassen in Deutschland spielte. Zusammen mit Rüdiger Thielscher gründete er die 2008 die Spielgemeinschaft "KSG / Alle Neune / BKC Albtal Ettlingen" und fusionierte dann 2009 zum Sportkegelklub "SG Ettlingen". In diesem Jahr verlor Peter Speck dann auch seine geliebte Frau Hannelore und widmete sich fortan mit voller Kraft seinem geliebten Kegelsport und dem Ettlinger Keglerverein e.V., wo er als zuständiger Bahnwart die technische Betreuung der 14 Kegelbahnen des Vereins übernahm.

Im Sommer 2010 wurde die Kegelhalle im Obergeschoss mit Airbrush-Technik umgestaltet und es wurde ein Wettkampfbüro gebaut, um auch den steigenden Anforderungen des Wettkampfbetriebs gerecht zu werden, denn die Mannschaften der SG Ettlingen befanden sich nun in den höchsten Ligen der deutschen Kegelverbände und die Bahnanlage des Ettlinger Keglervereins e.V. wurde durch die tägliche intensive Pflege von Peter Speck zu der fallträchtigsten Anlage in Deutschland und war in ganz Deutschland anerkannt und bekannt. In den folgenden Jahren bis 2025 befand sich die SG Ettlingen lange Jahre in den Bundesligen aller Kegelverbänden und spielte dort die höchsten Ergebnisse in Deutschland. Das jemals höchste gespielte Einzelergebnis über 200 Wurf mit 1169 Kegel (Schnitt 292,25 Kegel) wurde in Ettlingen erzielt, aber auch das höchste Mannschaftsergebnis mit 6384 Kegel (Schnitt 1064 Kegel) wurde in Ettlingen gespielt. In diesen Jahren war Peter Speck täglich auf "seinen" Bahnen zu finden und widmete sich der stetigen Verbesserung der Fallergebnisse und der Pflege und Reparatur "seiner" Kegelbahnen. Aus ganz Deutschland kam Lob und Anerkennung für den Zustand der Kegelbahnen, die stets auf dem höchsten Pflegezustand waren und Ergebnisse jenseits der 1100 Kegel (200 Wurf) bzw. 700 Kegel (120 Wurf) ermöglichten. Der Bahnrekord über 120 Wurf stand in Ettlingen zu dieser Zeit auf 729 Kegel, gleichbedeutend mit dem zu diesem Zeitpunkt aktuellen Weltrekord - alleine dies zeigt, auf welchem außerordentlichen Pflegeniveau sich die Anlage befand.

Er begleitete sowohl Samstags die Männer als auch Samstags die Frauen als Fahrer und sorgte dafür, dass alle Spieler und Spielerinnen stets gesund zu den Auswärtsspielen und wieder zurück nach Ettlingen kamen. Alleine in dieser Funktion legte er in den ganzen Jahren abertausende von Kilometern zurück. Er begleitete seine Männer und Frauen auch auf alle Meisterschaften, egal, wie weit diese entfernt waren. An den Wochenenden war er immer auf irgendeiner Kegelbahn in Deutschland zu finden, dies war seine Heimat und sein ganzes Glück.

Neben allen seinen Ämtern im Ettlinger Keglerverein e.V. und den angeschlossenen Kegelklubs war er auch noch Schiedsrichter und unabhängiger Bahnabnehmer und hatte auch in den übergeordneten Verbänden mehrere Funktionsposten inne. Alleine als Schiedsrichter der Männer und Frauen des Vereins hatte er über die Jahre bei den Heimspielen mehrere hundert Einsätze. Als unabhängiger Bahnabnehmer nahm er auch mehrere hundert Bahnanlagen ab und war mit seiner Kompetenz und seinem Wissen von Kegelbahnen überall geachtet und äußerst geschätzt.

Zu seinem 80. Geburtstag zog sich Peter Speck dann aus gesundheitlichen Gründen als Bahnwart des Ettlinger Keglervereins e.V. zurück, nachdem er dieses Amt 35 Jahre innehatte und legte das Amt in jüngere Hände, stand aber jederzeit noch mit Rat und Tat zur Verfügung und half weiter mit, wo er noch helfen konnte. Auch seine weiteren Funktionsämter gab er ab, da sein sich verschlechternder Gesundheitszustand die Ausübung der Ämter nicht mehr zuließ.

Im Frühjahr 2025 wurden die 8 Kunststoff-Kegelbahnen im OG anläßlich der Verschmelzung der beiden Kegelvereine aus Ettlingen und Karlsruhe zum neuen SV Phönix Ettlingen-Karlsruhe e.V. komplett entfernt und die Kegelhalle bis in den Sommer 2025 komplett saniert. Danach wurden von der Firma Funk Kegelbahnbau 8 neue Segment-Kegelbahnen eingebaut, die mit modernster Bildschirmtechnik ausgestattet sind und nun internationalen Kegelstandards genügen. Peter Speck durfte den kompletten Umbau noch begleiten und erfreute sich über die neuen Segmentbahnen und die neue Technik und kam, solange er es gesundheitlich konnte, zu den Heimspielen seines geliebten Klubs, nun unter neuem Namen SV Phönix Ettlingen-Karlsruhe. Sein Stammplatz neben dem Wettkampfbüro wird nun zukünftig leider leer bleiben und der Blick wird immer auf den nun leeren Platz gehen, wenn die Heimspiele seines geliebten Klubs in der Funk-Arena stattfinden werden.

Seinen Sohn Thomas infizierte er schon früh mit dem Kegelvirus, so dass dieser 1977 im Alter von 11 Jahren erfolgreich mit dem Sportkegeln begann. Peter Speck begleitet seinen Sohn stets auf alle Spiele der SG Ettlingen und des Ettlinger Keglervereins e.V. und war immer sichtlich stolz auf seine beträchtlichen Erfolge. Er lehrte ihn auch die Kegelbahntechnik, so dass sein Sohn heute auch als Schiedsrichter, unabhängiger Bahnabnehmer und ausgebildeter Trainer sowie Funktionär in allen Kegelverbänden in seine Fußstapfen getreten ist und sein Vermächtnis in seinem Sinne weiterführen wird. Dankbar für die Begleitung in all den Jahren, blickt sein Sohn Thomas heute mit Dankbarkeit und Liebe auf die gemeinsamen 58 Jahre zurück und wird sein Vermächtnis weiter in seinem Sinne weiterführen. Auch Tochter Sabine ist heute erfolgreiche Keglerin und hat auch schon lange Jahre Bundesliga gespielt und ist heute bei den Frauen des SV Phönix Ettlingen-Karlsruhe sportlich aktiv und erfolgreich.

Wir haben Peter Speck als Verein und Klub in seiner über 60-jährigen Funktionärstätigkeit, in der er den Klub Alle Neune Ettlingen bis zum SV Phönix Ettlingen-Karlsruhe bis zu seinem Tod mit Weitsicht und Ehrgeiz begleitete, alle heutigen und vergangenen Erfolge zu verdanken. Er begleitete auch jeden Abstieg seines Klubs, um dann im nächsten Jahr aufs neue mit ungebrochenem Mut und Ehrgeiz wieder aufzusteigen. Viele heutige Spieler verdanken ihm ihre Karriere und Erfolge. Er glaubte immer an den Erfolg und tat sowohl personell als auch finanziell mit Weitblick alles dafür, dass es immer vorwärtsging.

Peter Speck war die gute Seele des Ettlinger Keglervereins e.V. und jeden Tag auf den Bahnen oder im Restaurant anzutreffen. Er hatte immer etwas zu tun und kümmerte sich auch um Reparaturarbeiten am Gebäude oder in der angeschlossenen Wirtschaft. Dabei war immer liebenswert, hilfreich und unterstütze jeden, wie er es konnte. Er ist eigentlich nicht zu ersetzen und fehlt an jeder Ecke, sei es nur durch seinen allgegenwärtigen Rat, denn er kannte alle Tricks und Kniffe, was Kegelbahnen anging oder durch seine tatkräftige Hilfe bei all den täglichen Dingen, die in einem Verein anfallen. Er begleitete den Verein über 63 Jahre aktiv, fast so lange, wie der Verein überhaupt existiert. Wir werden ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren, so lange, wie der Verein existieren wird. Sein Name wird immer untrennbar mit dem Ettlinger Keglerverein e.V. und seinen Bahnen verbunden sein.

Die Stationen der Kegelbahnen des Ettlinger Keglervereins e.V. und des SV Phönix Ettlingen-Karlsruhe e.V.

(C) 2025 SV Phönix Ettlingen-Karlsruhe e.V.

 07243 3588386  Huttenkreuzstraße 1, 76275 Ettlingen

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